Auftakt mit belgischen Verhältnissen

Der Auftakt zur Gunsha-CX-Serie in Rheinzabern hielt alles bereit, was es für einen Aufsehen erregenden Renntag braucht. Am Tag zuvor sorgte lang enhaltende Dauerregen für tiefes Geläuf und Schwierigkeiten beim Aufbau der Strecke. Zu den Wettbewerben selbst dann war es trocken und ein paar Grad wärmer, aber gerade als die Jüngsten ihr Crossrennen ablieferten, zeigte der Wettergott seine erbarmungslose Seite – Kälte, Wind und ein Schauer sorgten für zitternde Zuschauer und Ansturm am Glühweinstand.

Heiß her ging es dagegen auf der Rennstrecke, auf die zunächst die Ältesten der Gunsha-Serie geschickt wurden. Kurz nach 11 schrillt der Startpfiff über die Felder und rund 20 Fahrer der U15 stürmten los. Sie hatten die gleiche Runde zu absolvieren wie die Erwachsenen und mussten gleich 3 mal die berüchtigte „Mauer von Rheinzabern“ hinauf – eine Treppe mit 15 Stufen, hineingebaut in das Rheinhochufer. Sandiger Boden und die Unregelmäßig angeordneten Stufen stören hier den Rhythmus. Einmal oben angelangt geht es gleich wieder hinab, nur um kurze Zeit später wieder den Anstieg bezwingen zu müssen.

Am besten mit der Strecke kam der Meister aus dem benachbarten Elsass zurecht. Léo Kraemer vom Road Team Val de Moder siegte unangefochten vor seinem Landsmann Vincent Petithory (AC Bischwiller) und dem Queidersbacher Enzo Decker. Bei den jungen Damen gewann Johanna Theobald (TV Birkenfeld) vor Larissa Evers und Jette Simon (beide RV Mehlingen).

Im Anschluss starteten 34 Kinder der Altersklassen U11 und U13 in ihr Omnium. Zunächst schlängelten sie sich durch den Geschicklichkeitsparcours um enge Kurven und sprangen sogar über ein quer am Boden liegenden Baumstamm. Anschließend herrschte großes Gedränge zum Crosslauf über rund 800 Meter, angeführt von einen erwachsenem Rennfahrer, der – eingekleidet vom Sponsor Gunsha – schon seine Mühe hatte, die jungen Wilden auf Distanz zu halten. Zum Abschluss dann das mit großer Spannung erwartete Crossrennen, bei dem sich von Start weg zwei Rennfahrer aus dem Elsass absetzen konnten. Dabei ließ Anthony Luck (Road Team Val de Moder) seinem Freund und Vereinspartner Téo Deblock am Ende deutlich hinter sich. Das Podium komplettierte mit Jannis Rapp vom RSC Wörth ein Südpfälzer, direkt gefolgt vom besten Mädchen, Messane Bräutigam vom RSV Rheinzabern, die nach verhaltenem Start mächtig aufholen konnte. Nicht weit dahinter folgten mit Ronja Theobald (TV Birkenfeld) und Jule Märkl (RSC Linden) die weiteren besten Mädchen.

In der jüngeren Altersklasse lieferten sich Silas Bossong (Wittlich) und Niklas Flum (Team Pfälzer Land) ein spannendes Duell, was am Ende keinen Verlierer verdient hatte. Zudem bog Niklas an eine Stelle in die flasche Richtung ab und musste umkehren, sodass er seine Führung verlor. Der Kommissär hatte ein Einsehen und setzte beide Akteure auf Platz 1. Den dritten Rang nahm Silvan Theobald (TV Birkenfeld) ein, der damit die dritte Podiumsplatzierung für Familie Theobald holte. Bei den Mädchen war Laura Weschler vom Gastgeber RSV Rheinazbern die Schnellste.

Am Ende freuten sich alle Geehrten über die ganz speziellen Pokale.

Pokale

Weiter geht es mit dem Pfalz-Cross-Cup am 19.11. in Offenbach/Queich.

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